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Verband kippt Urteil: FSV doch nicht im Finale

SAARBRÜCKEN/HEMMERSDORF (sem) Überraschende Wende im „Fall FC Rastpfuhl“: Der FCR darf mit seiner zweiten Mannschaft nun doch am Endspiel der Aufstiegsrunde zur Bezirksliga am Samstag, 08.06.2019 (16 Uhr, in Schaffhausen) gegen den VfB Differten teilnehmen. Wegen des Einsatzes des angeblich nicht spielberechtigten Jeremy Pahl war das Halbfinale des FC Rastpfuhl II gegen den FSV Hemmersdorf II (2:0) am Montag vom Verbandsgericht [Anmerkung des FSV Hemmersdorf: von der Spruchkammer] des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) eigentlich für Hemmersdorf II als gewonnen gewertet worden. Dagegen legte Rastpfuhl Berufung ein (wir berichteten mehrfach).

Der Hintergrund: Pahl wechselt kommende Saison [Anm.: wechselte mit Wirkung ab 31.05.2019] zum 1. FC Saarbrücken II, der den Wechsel knapp 48 Stunden vor dem Aufstiegsrunden-Halbfinale via Internet beantragte. Mit dem Absenden dieser Unterlagen erlosch das Spielrecht von Pahl für Rastpfuhl mit sofortiger Wirkung. Allerdings hätte der FCS den Wechsel gar nicht online beantragen dürfen. Die Blau-Schwarzen sind sich mit dem Akteur zwar über einen Transfer einig, allerdings war die dafür notwenige Abmeldekarte [Anm.: Antrag auf Spielerlaubnis] des Mittelfeldspielers noch nicht unterschrieben worden.

Dies bestätigten die „Molschder“ dem Verbandsgericht vor der Berufungsverhandlung schriftlich. Ein entscheidender Faktor für die Kammer, ihr erstes Urteil zu revidieren. „Der entsprechende Spielerwechsel von Jeremy Pahl vom FC Rastpfuhl war vom neuen aufnehmenden Verein 1. FC Saarbrücken nicht vollständig und damit nicht rechtskonform gestellt worden und somit ungültig“, heißt es in einer vom SFV verfassten Pressemitteilung.

„Die Erleichterung über dieses Urteil ist bei uns groß“, freute sich Rastpfuhls Schatzmeister Ralf Künzer. „Die letzten Tage waren schon sehr anstrengend.“ Adrian Steinhauer, Mitglied im Team Finanzen des FSV Hemmersdorf, kündigte an dass sein Verein den Richterspruch akzeptiert. „So wie der Sachverhalt sich jetzt dargestellt hat – dass der FCS den Wechselantrag ohne Unterschrift des Spielers gestellt hat –  ist das neue Urteil in Ordnung.“ Steinhauer ergänzte: „Hätten wir dies bereits im Vorfeld gewusst, hätten wir gar keinen Protest eingelegt.“ Den FCS erwartet nun wohl für den Fehler eine Strafe.

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 08.06.2019

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